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YOGA BEI KREBS

Für die meisten Betroffenen ist Krebs eine Diagnose, die als Schicksalsschlag empfunden wird. Viele Patientinnen und Patienten fühlen sich von den zahlreichen und eingreifenden Therapien sowie der umfassenden Diagnostik überfordert. Als Folge treten oft Gefühle von Erschöpfung und verschiedenste andere Nebenwirkungen auf. 
Bewegung und Entspannung sind zwei wichtige Ressourcen, die die Lebensqualität von Krebspatientinnen und -patienten relevant verbessern können. Ein Vorteil von Yoga ist, dass es Bewegung und Entspannung miteinander kombiniert. 
Die bewusste Ausrichtung der Aufmerksamkeit auf die Körperbewegungen und den Atem bieten Ihnen die Möglichkeit, ein tieferes Verständnis für Ihren Körper und sich selbst zu entwickeln.
Das Brustzentrum des Luzerner Kantonsspitals bietet einen Yogakurs speziell für Patientinnen mit onkologischen Erkrankungen an. Dieser Kurs findet jeweils dienstags von 09:00 - 10:15 Uhr unter meiner Leitung statt. Neben dem Gruppenkurs besteht die Möglichkeit von Privatlektionen. 

Statements zu Yoga bei Krebs

"Yoga hat mir während der Zeit der Chemotherapie, Bestrahlung und auch nachher sehr geholfen. Vor allem während den schwierigen Monaten der Chemotherapie waren es die einzigen Stunden, in denen ich mich nahe an mir und meinem Körper gefühlt habe. Für mich als ausgebildete Tanz-und Bewegungspädagogin war es schwierig, meinen Körper so labil, schwach und aufgeschwollen zu erleben und das Zittern während den Übungen zu akzeptieren. Ich spürte jedoch, dass es wieder gut kommt und das Yoga mit den einfachen Übungen und den Entspannungen hat mich innerlich geerdet. Auch die Gruppe hat mir gutgetan. Es war sehr angenehm Yoga ausschliesslich mit "Chräbsfrauen” zu praktizieren. Es herrschte eine unausgesprochene oder auch ausgesprochene Solidarität im Raum, welche mir sehr sehr gut getan hat. Weiter habe ich die Kompetenz der Lehrerin, Gerda Imhof geschätzt, sie unterrichtet so gut, dass man es irgendwie gar nicht merkt, dass sie es tut. Sie ist klar und ruhig und kann mit Schwächen und Emotionen sehr gut umgehen. Sie ist positiv ganz im Tiefen. Weiter ist sie auch bescheiden, darum liebe Gerda, die letzten Sätze nicht auslassen, gäll ;-)"

Cornelia Zumstein

“Man ist mit Gleichgesinnten zusammen, somit hat man auch den Austausch untereinander. Die Übungen werden den Bedürfnissen angepasst und Jeder macht nach seinem Befinden mit. Während einer solch langen Therapie ist es nicht ungewöhnlich, dass man sich verspannt fühlt und Yoga ist eine sanfte Art, diese Verspannungen zu lindern. Auch Atem- und Entspannungsübungen sind hilfreich, da der psychische Druck während dieser Zeit gross ist. Yoga kann einem in dieser nicht leichten Zeit helfen, die positiven Gedanken zu stärken und wieder ein gutes Körpergefühl zu erlangen. Ich persönlich war während der ganzen Therapie sehr aktiv, tägliches Spazieren oder an den guten Tagen Walken an der frischen Luft, sowie auch Freunde treffen haben mir gutgetan. Yoga war für mich ein guter Ausgleich dazu. Vor allem kann man aus der Yogastunde einiges gut auch zu Hause praktizieren, sei es mal eine Atemübung oder halt mal eine körperliche Übung.”

Jolanda Fuchs